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Björn Schulz 2015-09-10T09:10:14+00:00

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Björn’s SWISSMAN Story

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Um fünf Uhr morgens geht es am 20. Juni dann auch schon in aller Frühe los: Vier Kilometer Schwimmen, von Brissoga nach Ascona ( w. Mit dem Rad geht es weiter nach Brienz. Hier gilt es, 180 Kilometer zu bezwingen. Bei der Tour de Suisse ist diese Strecke zudem als Königsetappe bekannt. Die drei Gebirgspässe Gothard, Furka und Grimsel müssen immerhin bewältigt werden. In Brienz ist dann der Start der letzten Etappe: Ein 42-Kilometer-Lauf nach Kleine Scheidegg. Gesamt legt man hier gut über 5500 Höhenmeter zurück.

Jetzt aber von vorn. Am Freitag morgen ging es in Richtung Ascona mit dem Auto, die Wettervorhersage sagte voraus, dass das Wetter ein echter Extrem Triathlon sein wird. Nach Ankunft in Ancona, bei 30 Grad, könnte man sich kaum vorstellen was einem morgen blühen wird. Beim Briefing konnte man schon die schöne Persönliche Atmosphäre spüren.

Raceday: Früh ginge es aus dem Bett, zur T1 um das Rad einzuchecken. Nach dem Checkin[nbsp] ging es dann zum Schiff, am Schiff anbekommen spürte man die Atmosphäre, es war einfach magisch und kribbelnd. Nach der Bootsüberfahrt ging es dann ins Wasser. das angenehme Nass von ca 18 Grad, war echt frisch.[nbsp] Es dauert doch einige Minuten bis mir etwas warm wurde im Wasser. Das Ziel war toll zu erkennen vom Wasser aus, aber näher wollte es nicht so richtig kommen. Witzig war das viele das gleiche Berichteten, während ich mit ihnen ins Gespräch kam. Etwas das ich sowieso sagen muss. Unter Umgang untereinander war einfach nett, ich bin so mit vielen während des Wettkampf ins Gespräch gekommen.

Als ich dann endlich die T1 erreichte hatte ich 4,3km auf meiner Uhr. Ich kam aus dem Wasser und da stand auch schon Petra und nahm mich in empfang und brachte mich zum Rad und half mir beim umziehen und schickte mich auf die Radstrecke.

Die ersten 43km waren richtig schön zum einfahren. Temperaturen um die 20 Grad!

Dann begann der erste Anstieg zum Gotthard, ich war überrascht die ersten km verliefen echt toll. Ab der Tremola begann es zu regnen, somit war mir jetzt klar, dass das rennen hart wird. Der regen wurde stärker, oben an der Tremola angekommen war ich gut durchgeschüttelt und mein Supporterteam stand schon dort. An sich hatte ich nur mit Petra gerechnet, doch dann stand da jemand mit einer Trillerpfeife und Gelber Jacke. Das ist ja Paul, wie geil ist das denn dachte ich. Für mich wurde es Zeit mich doch jetzt etwas umziehen, denn das Wetter war jetzt doch schon echt hart, um die 0 Grad Nebel und schöner netter Wind.

Voll eingekleidet ging es auf die erste Abfahrt. Leichter Hagel setzte ein und machte es noch ein stück härter. Unten angekommen folgte der nächste Anstieg, jetzt ging es auf den Furka. Was mir jetzt auffiel, war das ich meine Füße kaum noch spürte. Dachte nur noch „puh ist das Kalt“. Gut das es jetzt wieder aufwärts ging. Jeepi dachte ich der Zweite Pass der folgte.

Jetzt erlebte ich meinen Einbruch, puh jetzt gingen mir genau die dinge durch den Kopf, warum tust du dir das immer wieder an und nie wieder werde ich das machen. Aber ich versuchte nach vorne zu schauen und kämpfte mich meter um meter hoch. Nach gefühlten Stunden kam ich auch oben an. Die Füße angefroren, wechselte ich noch mal die Schuhe und konnte sie so auch wieder warm bekommen. Gut das hier Petra und Paul mir beim anziehen halfen. Sonst hätte ich es nicht mehr hinbekommen. Es folgte dann die nächste abfahrt. Leichter Schneefall, Peitschender Wind und auch Nebel machte es mir nicht einfach. Glücklich das meine Zehen langsam wieder warm wurden, ging es mit den Fingern weiter. bibbernd saß ich auf dem Rad und musste Pinkeln, also rechst ran, geht es super wenn man dann die Finger nicht mehr spürt. Nun ja es klappte dann aber doch. Was ich dann erlebte war so schön, ich hörte eine Trillerpfeife, wie super dachte ich nur, bist am Pinkeln und dann fährt Paul und Petra an mir vorbei, ich schaute nur und sah wie Paul ein Foto machte, Unglaublich. Ich dachte nur „ PAUL du ARSCH „ aber ich musste auch drüber lachen.

So ging es jetzt weiter.

Auf zum dritten Pass „ Grimsel“. Es ging gut voran, oben angekommen, war mir aber doch etwas Kalt und ich entschloss mich oben noch mal eine Zusätzliche Thermo Jacke anzuziehen. Ich dachte nur vier lagen und das ende Juni. Aber es war genau richtig. Es ging jetzt in die 20 km lange abfahrt. Unten angekommen, konnte ich dann noch die Thermo Jacke noch mal übergeben.[nbsp] Paul meinte die nächste Steigung die jetzt kommt, kannst du locker rüberdrücken. Naja mit locker war das nicht. Die letzten 15km waren dann nur noch in die T2 kommen. Angekommen dachte ich, was machst du jetzt, Laufen puh, das wird echt hart. Vor allem hatte mein Rücken beim Radfahren doch sehr gelitten.

In aller ruhe zog ich mich um fürs Rad. Jetzt muss ich gestehen, war ich froh das ich meine Begleitung fürs laufen hatten. Wäre er nicht dort gewesen, bin ich mir nicht sicher ob ich weitergemacht hätte. Somit war ich aber riesig froh das mein Schweizer Freund, Dani mich begleitet.

Ganz erschrocken fühlten sich die Beine gut an und ich überholte anfangs Läufer um Läufer.

Die ganzen ersten 18 km verliefen ohne Problem, auch wenn es immer wieder Berg auf und ab ging konnte ich einen guten 5er schnitt laufen. Stecke war einfach nur schön.

Ab km 19 merkte ich aber das es hart wird, langsam rebellierte mein Magen und ich konnte nur noch gehend weiter machen. Auch wenn ich immer wieder versuchte anzulaufen ging es nur wenige Meter.

Ich hatte dann das Gefühl auf Klo zu müssen, witziger weise, standen wir genau zu diesem Zeitpunkt vor einer Toilette, die nahm ich dann auch mit der Hoffnung das es dann besser geht.

Leider nein. Mein Begleiter besorgte mir dann eine Cola und wir versuchten meinen Magen zu beruhigen. Was auch langsam wirkte. Wir gingen weiter, bei km 27 dann musste ich stehen bleiben. Ich stand dann hier eine Sekunde und dann merkte ich das ich mich übergeben musste.

Es war nicht schön, aber was ich dann doch erlebte, war gut. Es ging genau danach Bergauf.

Ich setzte mir jetzt so nur noch ziele km für km und freute mich auf den Kontrollpunkt km 33. Ich freute mich, das genau ab dem km mich dann wieder Petra, Dani und seine Frau Simon mich auf den letzten km bis zum Ziel begleiten. Schön war das hier Simone mir warme Brühe gemacht hat. Das tat unheimlich gut.

Ich starteten dann auf die letzten 10km. Ich dachte hier nur, boah ist das schön, genau so wie ich es mir vorgestellt habe. Wie vier liefen gut hoch. Gerne hätte ich noch jetzt bessere Beine gehabt. Was ich aber genoss, war das ich wusste, das ich einfach in bester Gesellschaft war.

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Meter um Meter merkte ich das es mir wieder immer besser ging und ich an sich das gefühlt hatte wieder Joggen zu können. Aber das wollte ich gar nicht mehr. Ich genoss einfach die Meter mit meinem Supporter Team. So hatte ich es mir auch vorgestellt. Die letzten km zu gehen zu lachen und geniessen. Es gab noch einen Checkpoint mit etwas Verpflegung Chips und Winforce Getränke. Hier legten wir noch eine kurze Rast ein. Ab dort ging es mir wieder richtig Gut und ich und Dani machten uns den Spass etwas vorzulaufen, so das dass Damen Power Team nicht mehr folgen konnte. Langsam wurde ich es Kühler und wir zogen uns alle nacheinander noch was warmes an. Wir konnten jetzt das Ziel sehen und es war nur noch wenige km entfernt welche dann auch wie im Flug vergingen und wir kamen endlich zusammen ins Ziel.

Zeitlich war es schon verrückt 16std 42min, sind schon lang, aber das ist auch nicht wichtig !!!

Nach dem Ziel,  kam dann der schöne Part. Essen und Trinken jepppiiiiiiiii

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Am nächsten morgen gab es dann das wofür es sich gelohnt hat.

Und da ist es :) Das finisher Shirt

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Fazit : Ein tolles rennen, was unheimlich hart ist, aber einfach nur schön. Emotional das verrückteste und schönste Rennen was ich je erlebt habe. Ein grossen Dank geht auch an mein Supporter Team, ohne euch hatte ich es nie geschafft.

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