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Brigitte Muhl 2014-10-24T19:49:10+00:00

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Brigitte’s SWISSMAN Story

[/heading][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]SWISSMAN 2014 – 21. Juni 2014

Der eigentliche Start zum Swissman 2014 war bereits im Oktober 2013. Da mich dieser WK magisch angezogen hat, habe ich mir mal den Newsletter abonniert und habe natürlich den Testlauf im Juni 2013 mit 50 Athleten genau verfolgt.

Plötzlich war da dieser Newsletter im Oktober 2013 im Outlook, in dem unter anderem zu lesen war, dass man sich für die Startplatzverlosung für den Swissman 2014 einloggen kann! Uups, ging da mein Puls etwas schneller? Ach was….ich füllte das Entry Formular aus und schwups…ein Mausklick und das Project Swissman kam ins Rollen.

Dann im November, in der Mittagspause, als ich meine e-mails checkte….ohhhh eine e-mail vom Swissman….Congratulations… was??? zu was???….Brigitte Du hast bei der Auslosung ein Startplatz für den Swissman 2014 erhalten!!!!!!!!!!!!! Was??? Ich???……da ging mein Puls bedeutend schneller…hilfe, was nun?…Startgeld einzahlen oder doch nicht?…“Brigitte, jetzt machst Du keinen Rückzieher“ hab ich mir gesagt und ab 21.12.2013 gibt’s eine solide Vorbereitung. Es dauerte ein paar Tage, dann freute ich mich. Sofort kontaktierte ich Heidi Litschi und erkundigte mich, ob das Angebot mich an einem grösseren Event zu supporten noch Glültigkeit habe….“Ja klar doch“ war Ihre spontane Antwort….und ab jetzt ging’s einfach vorwärts. Ich habe mich noch nie so solide und so seriös auf eine Langdistanz vorbereitet. Ein halbes Jahr habe ich meine Freizeit, mit wenigen Ausnahmen, diesem Project untergeordnet. Einfach weil ich einen Riesenrespekt vor diesem Event hatte und weil ich mir meines Alters und meiner „Boboli“ bewusst war und weil ich finishen wollte.

Die Trainings haben mir Spass gemacht! Ich merkte im Winter eine starke Verbesserung beim Schwimmen, was ich nie erwartet hätte. Auch bin ich konsequenter gelaufen und ich freute mich natürlich immer auf’s Radfahren. Vorteilhaft war natürlich, dass es schon im Februar und März möglich war längere Touren auf dem Rad zu absolvieren ohne dass ich frieren musste. Trotzdem bin ich auch oft bei regnerischem Wetter gefahren, einfach um mich an alle möglichen klimatischen Bedingungen zu gewöhnen. Auch ging ich oft in die Sauna, was von Swissman Athleten 2013 empfohlen wurde.

Während dieser Trainingszeit hatte ich natürlich meine Hoch’s und meine Tief’s. Einmal lief alles super und dann wieder dachte ich: –

  • Beim Schwimmen….jemand zieht wohl an meinen Füssen
  • Beim Laufen….jemand hat meine Füsse auf den Boden geklebt
  • Beim Radfahren….jemand zieht ständig an der Sattelstütze

So ist es halt und das wissen wir alle!!! Aber ich hatte immer wieder tolle Trainingskollegen die mich pushten. Auch gab es v.a. auf den langen Radtouren am Wochenende immer zu schwatzen (falls es nicht zu hart war und ich noch Luft bekam) und zu lachen und natürlich durfte auch ein feines Stück Torte beim Boxen-Stopp nicht fehlen.

Natürlich raste die Zeit auch das kennen wir alle!!!! Aber ich hatte ich hatte ein gutes Gefühl und wusste, dass ich mit 100 % arbeiten nicht mehr trainieren konnte, zumal mir netterweise immer wieder bewusst wurde, dass „man“ im Alter mehr Erholungszeit braucht (würde diese Tatsache zwar gerne aus meinem Kopf löschen)!

Ich versuchte sowohl beim Laufen, wie auch auf dem Rad so viele Höhenmeter, wie möglich einzubauen, was sicher richtig war.

In den Wochen mit 20 Trainingsstunden od. mehr, war ich natürlich auch oft sehr müde und dann kamen wieder Zweifel auf. Doch ich merkte immer wieder Fortschritte und ich fühlte mich stark.

Auch war es eine logistische Herausforderung. Auf der Radstrecke gab es keine offizielle Verpflegung und auf der Laufstrecke nur drei offizielle Verpflegungsposten. Das bedingte natürlich, dass Heidi genau wissen musste, wo ich was brauchte. Dann waren auch diverse Vorschriften für Athlet und Supporter einzuhalten. Ich hatte in den Mittagspausen immer wieder das Roadbook durchgelesen….konnte es bald auswendig. Dasselbe musste auch Heidi tun. Ich wusste, dass ich mich 100 % auf sie verlassen konnte. Dann stellten sich spontan Dani, René und Katharina zur Verfügung um mich auf der Laufstrecke zu begleiten. Das war natürlich super, denn so konnte ich ohne Trinkgurt laufen. Dani, René und Katharina teilten sich die ersten 34 km auf und auf den letzten 8 km ab Grindelwald hat mich dann Heidi begleitet.

Plötzlich waren es nur noch 2 Wochen….uii neiii…ich fühlte mich ja so hundemüde, wie soll das nur gehen??? Kurzfristig hab ich mich entschieden schon 2 Wochen vor dem WK massiv zu reduzieren mit trainieren, was sicher eine richtige und wichtige Entscheidung war. Doch dann bekam ich plötzlich Schluckweh, die Nase war zu, ich hatte Mühe mit den Bronchien. 10 Tage zuvor wollte ich noch kurz trainieren…nichts ging mehr…..das darf doch wohl nicht war sein!!! „Ruhig bleiben“ redete ich mir immer zu….viel trinken und schlafen. Den Sonntag davor habe ich praktisch den ganzen Tag geschlafen. Dann ab Dienstag merkte ich, wie ich mich immer besser fühlte. Mittwoch und Donnerstag habe ich alles gepackt, was sehr viel war und wieder viel geschlafen, viel getrunken und viel Brot gegessen.

ENDLICH: Freitag, 20.06.2014 um 6.00 Uhr in der Früh ging die Reise ins Tessin los. Heidi fuhr souverän nach Ascona und wir hatten noch einiges zu besprechen. Die Anspannung wurde beinahe unerträglich. In Ascona hätte ich am liebsten den Neo angezogen wäre losgeschwommen….aber nein, noch eine Nacht.

Wir konnten bei Colette in Cavigliano übernachten. Um 20.30 Uhr lag ich in den Federn obwohl die Schweizer Nati an der WM Fussball spielte. Trotz Nervosität konnte ich noch ein paar Stunden schlafen/dösen. Um 1.45 Uhr war Tagwach. Wir funktionierten einfach. Jede wusste, was zu tun war und gesprochen haben wir nicht mehr viel. In Ascona angekommen haben wir erst die Wechselzone beim Schwimmausstieg eingerichtet. Dann begleitet mich Heidi zum Bootseinstieg. Ich zwängte mich in den Neo, zog die Badekappe über dann verabschiedeten wir uns und ab ging’s zum Check-in und aufs Boot. Dann wollte ich das Leuchtstäbchen unter die Badekappe schieben und schon war sie eingerissen (was noch einigen passierte) ich rannte wieder aus dem Boot und bekam wieder eine neue Badekappe. Um 4.15 Uhr  fuhr das Schiff zur Insel Brissago…es war noch dunkel und auf dem Schiff war es sehr ruhig obwohl ca. 250 Personen auf dem Schiff waren.

5.00 Uhr Schwimmstart!!!! Ich fühlte mich wohl und ich konzentrierte mich auf das Blinklicht, das den Schwimmausstieg in Ascona markierte. Es war richtig schön und es ging richtig gut. Da nur 239 Athleten am Start waren, gab es nie ein Gedränge oder eine Schlägerei. Kaum aus dem Wasser hörte ich Brigitte-Zurufe….so eine Ueberraschung Dani Gubler mit Familie und Marina waren schon so früh am Schwimmausstieg. Dann packte mich Heidi und rannte mit mir zum Rad. Ich musste mich aus dem Neo befreien, schnell Oberteil, Socken Helm und Sonnenbrille anziehen dann drückten wir uns noch und los ging’s. Michi Hübscher stand bereits ausserhalb der Wechselzone und begleitete mich bis nach Bellinzona (also nicht Windschattenfahren!!). Dann löste sich plötzlich das Licht am Lenker (war Vorschrift) und fiel auf die Strasse und ein Auto fuhr darüber. So und nun? Es musste eine Beleuchtung her vor der Abfahrt vom Grimselpass. Ach mir wird schon was einfallen. Zu meiner grossen Freude standen immer wieder irgendwo auf der Radstrecke Dani Gubler und Familie und Marina und Michi  und feuerten mich an.  Jetzt ging’s erst über die Tremola auf die Gotthard-Passhöhe. Dort haben wir wieder Trinkbidons getauscht und Gels aufgefüllt und runter ging’s nach Hospental. Wie hab ich mich auf die Abfahrt gefreut. Max. kmh  lag bei 91. Dann nach Realp und über den Furkapass. Aber da hatte ich plötzlich leichte Krämpfe. Habe mir gut zu geredet und viel getrunken…..aber es wurde immer heftiger….“ruhig bleiben“ dann musste ich aber immer wieder auf den kleinen Kranz schalten damit ich einigermassen vorwärts kam. Zwei Mal musste ich dann ganz schnell absteigen weil es so stark krampfte. Das erfreute mich gar nicht. Auf der Furkapasshöhe…. absteigen, essen, trinken und weiter…. runtersausen lassen. Am Grimsel ging’s dann etwas besser aber der ist auch nicht so steil und viel kürzer und die Abfahrt…einfach herrlich! Ich war vorsichtig mit drücken, da mir klar war, dass ich irgendwie noch 42 km Laufen sollte.

In Brienz angekommen ging’s dann auf’s Laufen. Tja, dass die Laufstrecke ab Grindelwald bis auf die Kleine Scheidegg heftig sein würde, wusste sicher jeder aber dass auch die 34 km bis nach Grindelwald kein Honigschlecken sein werden….damit hatten viele, unter anderem auch ich, nicht gerechnet. Ca. 12 km waren flach oder etwas flacher und sonst ging’s rauf und runter. Ich hatte immer wieder Mühe mit Krämpfen und so musste ich viel marschieren. Von Grindelwald hoch war es dann einfach gnadenlos. Nicht nur das steile Laufen war anstrengend auch die nötige Konzentration auf den Singeltrails ermüdete. Aber Heidi pushte mich immer wieder und plötzlich waren wir im Ziel.

Ein Wahnsinn!!! Unvorstellbar und nicht in Worte zu fassen. Die Emotionen gingen hoch.

Ein herzliches Dankeschön an meine Supporter ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre
Ein herzliches Dankeschön an meine Kinder
Ein herzliches Dankeschön an meine Trainingskollegen/innen

Brigitte Muhl
26.06.2014[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][social_buttons facebook=“true“ twitter=“true“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][fancy-ul icon_type=“font_icon“ icon=“icon-backward“ color=“Accent-Color“ enable_animation=“true“]

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