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Marcus‘ SWISSMAN Story 2014-10-24T20:00:17+00:00

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Marcus‘ SWISSMAN Story

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Einen Marathon läuft man mit den Muskeln, einen Ironman mit dem Kopf aber den SWISSMAN kannst Du nur mit dem Herzen finishen.

Meine Reise begann im letzten Jahr zum NEW YORK Marathon, mit viel Aufwand bin ich hingeflogen mit meinem Betreuer Mauri und einer Freundin Daniela, dank des Sturms „Sandy“ wurde er leider einen Tag vorher abgesagt und wir liefen trotzdem im Central Park die 42 KM.

Ein paar Tage später kam dann noch die Antwort vom NORSEMAN, ich wollte Starten, hatte aber in der Lotterie kein Glück. Durch Zufall hörte ich dann vom „SWISSMAN“.

Direkt habe ich mich beworben und Tata dann auch mal Glück gehabt.

Los ging die Vorbereitung und nach 2 Trainingslagern in Gran Canaria und vielen Kilometern auf dem Rad, Laufend und im Wasser ging es am 20.06. nach Ascona, wo am 22.06 der RACE Day stattfand.

Der RACE Day begann um 2 Uhr für uns, wo ich mit meinen Betreuer-Team Daniela und Maurizio erst mal aufstand und Frühstückte. Um 3 Uhr in der Früh fuhren wir dann zur Wechselzone und richteten alles ein, ehe um 4:30 Uhr das Schiff uns Richtung Brissagio-Inseln brachte.

Auf dem Weg zum Schiff sahen wir viele junge Leute die von der Disco kamen. Totaler Kontrast zu uns aber hat irgendwie was und war auch lustig.

Ich war nervös wie ein kleiner Schuljunge vor dem ersten Schultag. Zum Glück hatten wir am Tag zuvor Wolfgang und Kay kennengelernt. Kay starte auch, Wolfgang ist sein Betreuer.

Die zwei hatten die Eigenschaft gute Laune zu verbreiten. Das lenkte mich vor meiner Nervösität ab.

Punkt 5:08 Uhr ging es dann auch los. Mit einem Feuerwerk wurde der Start zum ersten SWISSMAN eröffnet. Das Schwimme klappte erwartungsgemäß für meine Verhältnisse durchschnittlich.

Zusammengefasst: Ich kam nach 1:10 Stunden am Strand von Ascona an und sprang auf mein Rad. Die ersten 40 KM waren flach, jedoch fing es an zu regnen und es wurde kalt. Nach 40 KM fingen dann die ersten Steigungen, immer wieder überholten mich dieselben Betreuerfahrzeuge.

Die Norweger motivierten mich ständig mit Anfeuerungsrufen und der Deutsche Wagen schoß immer Fotos von mir.

Der erste Berg den wir hoch mussten war der Gotthard. Tags zuvor war noch nicht klar ob wir die alte Passstrasse hoch konnten, der der Pass noch zu war, zu unserem Glück war die Passtrasse jedoch offen. Glück? Ja ich habe mich gefreut die Kopfsteinpfaster hochzufahren.

Wer den Pass nicht kennt, es geht sehr lange Berg hoch, die schwierigkeit ist nicht der Berg sondern der Untergrund: Kopfsteinpflaster.

Ich redete mir ein das es ne Massage für Hände und Arsch sei, dass machte es einfacher.

Nach einiger Zeit dann S: links, rechts und manchmal auch auf der Strasse. Konzentration war ,gesagt wollte ich nicht fallen. Nach ca. auf dem Rad war ich oben angekommen. Es gab noch eine Jacke von Mauri und Daniela und Gurken mit Salz und aktiv3 Gels mit Wasser. Oben war alles wie im tiefen Winter: Schnee, Nebel und etwas Regen bei gefühlten -5 Grad.

Die Abfahrt nach Gletsch war angenehm und so tiefer du unten warst umso wärmer wurde es. Nun folgte mein Highlight des Rennens, der Furka Pass, ich haben ihn „Fuck U Pass“ Getauft, warum? Das hört Ihr jetzt, es ging langgezogen berghoch. Immer so das man sich schön quälen muss und weit sehen kann wie lang die Sau (Der Berg) noch geht. Überall standen diese Kühe mit Ihren Glocken und schauten einen an. Aber nie wurde die Strasse so gnädig und hatte ein kurzes Stück welches flach war, wo ich mich etwas erholen konnte. Immer weiter und langsam, schön langgezogen. Ich bin in meinen Jahren als Triathlet viele Berge gefahren, den Piug major auf mallorca, den Picco auf Gran Canaria oder auch in den Pyrinäen in Frankreich und habe alle immer ganz gut geschafft, generell fahre ich gerne und auch ganz gut Berge aber das war hier einfach eine Hass Liebe.

Mit steigender Höhe wurde es auch immer kälter und kälter, schön langsam, weil sich der Berg ja langsam zog. Bei km 7 dachte ich es wäre geschaft, da war nen Haus,Promo-Video vom Swissman, welches man auf dem Furka oben sieht aber keine Abfahrt in Sicht. Meine Betreuer Mauri und Daniela riefen mir zu: „Nurnoch 5 km.“ Ich konnte es nicht glauben, bin ich erst 7 km hier hoch?? Gefühlt bin ich nen Marathon gelaufen und so ging es meinem Körper auch. Ich war leer, habe mich so in den schmerz vertieft das ich nix gegessen habe, es war kurz vorm DNF in diesem Moment (heisst ich gebe auf) aber ich bin kein Typ dafür, so stärkte ich mich mit meinem selbstgemixten Power Drink, da sind die Gels von aktiv3 drin, welche schnell bei mir wirken, Wasser und etwas Salz.

Langsam ging es wieder nur mein Kopf kämpfte weiter. Wo zum Geier ist der Berg zuende??? Meine Betreuer wurden nach der nächsten Kurve zu Fans und hielten einen riesen Plakat hoch mit: Du schaffst das, Marcus!

Das rührte mich sowas von. Leider konnte ich Ihnen meine freude nicht zeigen. Mein Körper war zu fertig. Aber wie die Emotion, die freude in dem Momentvon mir wahrgenommen wurde, innerlich das war der Wahnsinn, es fühlte sich an wie ein Feuer tief in mir was mir wärme und Kraft zugleich gab. Dieser Moment brachte mich dann wieder auf den Weg. Kurz vor dem Gipfel überholte mich ein Rennradfahrer, er gehörte nicht zum Trion, er fuhr so hoch. Er fuhr an mir vorbei ein Stück stellte sich an den Strassenrand und klatschte mir zu. Wertschätzung eines fremden ist wirklich was besonderes. Ich überlegt was er wohl für nen typ Sportler sei, ambitioniert? Amateur?

Als ich so in den Gedanken war, vergass ich kurz die Qual und dann war ich endlich oben. Unglaublich, ich habe es geschafft… Der Furka ist geschlagen aber eigentlich hat er mich geschlagen, er hat mir alles abverlangt und mich über meine Grenzen hinaus gefordert. Ich bin Ihn dankbar dafür aber Hasse Ihn auch dafür. Nun ja, war ich nun ja auf 2.500 Meter höhe also gab es die dritte Jacke. Nun trug ich Unterhemd, Jacke 1, Jacke 2 und Jacke 3. So kalt war es.Runter ging es, die wahrscheinlich schönste Abfahrt der Welt zum Grimselpass. Der Grimselpass war gut zu fahren und nicht besonders lang, ihm folgte die über 20 km lange Abfahrt, welche ich sowas von Genoss. Die Beine konnten sich jetzt mal erholen und ich konnte wieder essen um mich auf die anchliessenden 42 Km Lauf mental vorbereiten.  Immer wieder freute ich mich endlich zu Laufen, ich komme vom Laufen und es gibt nix schöneres für mich. Zusätzlich freute ich mich auf meine neuen Schuhe welche mir die Firma Newton extra für den Swissman zur verfügung gestellt hat. Das Modell heisst „distanze s“ und unterstützt mich als Vorfussläufer, ich bin beim ersten Wettkampf über 10 km mit Ihnen direk eine Minute schneller gelaufen. Ebenso freute ich mich auf meine Betreuer und Ihre Motivation für mich.

In der Wechselzone angekommen half mir Mauri vom Rad und gab mir meine Schuhe, ich konnte wieder lachen, fühlte mich aber wie ein 90 Jähriger. Nach kurzen Stop ging es dann auf die Laufstrecke und die ging, wie sollte es anders sein, Berghoch. Auf den ersten 8 km sollte eine Verpflegungsstelle sein, leiderr dachte ich das ich dort Gels bekommen würde, das war nicht der fall, es gab Wasser und Iso. Mist, ich muss jetzt noch 6 km warten auf Mauri und Daniela, da dort erst der Helfer Point war, also gab es da erst essen. Aber warum beschwere ich mich? Es ist der härteste Triathlon er Welt. Und ich habe mich falsch informiert also wirds noch was härter, genau das suche ich doch als Verrückter Triathlet.

Nach dem schönsten Wasserfall der Schweiz, unter dem wir über eine Brücke herlaufen durften verlief ich mich kurz, lief zurück und aus Angst mich nochmal zu verlaufen wartete ich auf den nächsten Athleten, es war Simon, welcher vom Schweizer Fernsehn begleitet wurde. Kurz hielten wir nen Small Talk dann war Simon aber auch schon wieder weg. Er hatte sich besser auf den Lauf vorbereitet und sah auch wesentlich fitter aus als ich.

Endlich traf ich meine Betreuer und ich schloss auf Julia auf, eine erfahrene Frau und zu dem Zeitpunkt war Sie dritte Frau im Rennen, sie motivierte mich immerzu und ich hielt weiter durch, schon jetzt habe ich mehr gelitten als bei einem „normalen“ Ironman so war ich bei km 20 auf der Laufstrecke schon fast 12 Stunden unterwegs. Nun hörte meine Kopf auf zu denken und  konnte mir nixht mehr weiterhelfen. Mein Körper war auch weit über seine Grenzen, ich war eine leere Erdnusshülle. An einem Helfer Point bekam ich von Helfer eines anderen Athleten Traubenzucker und dieser tat in meiner Verfassung gut wie ein Schnitzel mit Pommes und Majo auf einer Pizza.

Noch 7 km zum Schluss,stieg welcher nochmal 9 km hat und ich war da wo ich noch nie war, so tief in einer Phase das ich tief in mich reingucken konnte und sah was und wer ich wirklich war, ich wollte einfach das es vorbei ist, Jeder Meter tat weh und war eine Herausforderung für mich. Jeder Schritt war wie eine innere Überwindung Ber nie kam Aufgabe in frage. Nicht eine Sekunde. Dann wendete aich das Blatt. Mein Kumpel aus der Schweiz Manni stand auf einmal da auf seinem Mountainbike. Manni trainiert für den Inferno Triathlon und kam extra um mich anzufeuern vorbei. Ich habe mich selten so gefreut jemanden zu sehen, er half mir mit seiner Anwesenheit und fuhr neben mir die folgenden 6 Km.

Angekommen am letzten Checkpoin, Manni hatte sich verabschiedet, wartete Mauri auf mich und es ging auf die letzten 9 km, es wurde steil, steiler, noch steiler… Mauri musste mit, so wollte es der Veranstalter, Mauri durfte den härtesten 9 Km Lauf der Welt mitmachen.

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Wir konnten nicht Laufen, es war einfach zu steil. Unten gingen wir noch einige Zeit mit Julia und Ihrem Betreuer Alex ein Stück doch für mich ging es nur noch ums ankommen, Julia setzte sich ab und wurde am Ende Gesamtdritte Frau. Mauri und ich arbeiteten und Stück für Stück hoch, ich war so fertig immer wieder sackte ich zu boden. Der Beteruer einer Norwegerin half mir mit Wasser als wir keins mehr hatten, ich kippte um, er rannte und gab mir Wasser, ich konnte kaum Reden.

Ich hoffe er hat mein „danke“ was ihm galt verstanden. Der Weg war weit, steil und lang ich glaube wir haben weit über 2 Stunden für die 9 Km gebraucht. Ich kann mich an die letzten Kilometer nicht mehr erinnern, nicht im Detail. Hier habe ich ein Loch, ich erinner mich daran das ich das Ziel sah, die Kuhglocke gehört habe und nochmal losgesprintet bin, Mauri und Daniela, weche mit der Bahn hochgefahren ist, schnappt ich mir und wir liefen alle drei gemeinsam ins Ziel. Ich fiel hin und alles kam hoch, jede Emotion die ich an dem Tag gefühlt habe war noch mal für einige Sekunden da. Ich habe es geschafft, kurz gesagt: Einen Marathon finished man mit den Muskeln, einen Ironman mit dem Kopf aber den SWISSMAN kannst Du nur mit dem Herzen finishen.

 

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